Horst Fyrguth scherzt über die Waldorfschule

Horst Fyrguth

Ich werde immer wieder gefragt „Horst, wie war das eigentlich, wie du auf der Waldorfschule warst, war das wirklich so schlecht?“. Ja, das war schlecht. Ich zum Beispiel galt als Streber, weil ich in der zweiten Klasse schon richtige Kreise malen konnte. Und während zum Beispiel Realschüler die Aufgabe gestellt bekommen haben, „ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 Euro, die Herstellungskosten betragen vier Fünftel des Erlöses, wie hoch ist der Gewinn des Bauern?“, war die gleiche Aufgabe bei uns: „Unterstreiche das Wort Kartoffeln und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber“. Deswegen hatte ich es nachher auch sehr schwer, ne richtige Stelle zu bekommen. Ich bin ja erst mal abgerutscht. Ich hab mich einer Drückerkolonne angeschlossen. Wir haben versucht, Bio-Ziegenkäse im Abo zu verkaufen, und wenn die nichts abgekauft haben, haben wir dann bei den Zeugen Jehovas angerufen, und denen die Adresse von denen gegeben. Also beim nächsten Mal, wenn jemand an ihre Tür klingelt, dann machen Sie nicht gleich wieder zu, es könnten auch Waldorfschüler sein, die einfach nur ihren Namen tanzen wollen.

So kann man Horst Fyrguth in der Radio-Comedy-Reihe „Aus dem Leben eines Horst“ auf SWR3 hören. Nicht in allen Folgen thematisiert Fyrguth die Waldorfschule.

Am witzigsten finden wir folgende Aussage:

(…) wenn [Waldorfschüler] zum Beispiel Völkerball spielen, dann muss der, der einen rauswirft, auch raus, um mit dem zu reden.

Im bösen Fernsehen gefällt uns Fyrguth etwas besser. Besonders hat uns natürlich gefreut, dass er unser Waldorfschüler T-Shirt im „Quatsch Comedy Club“ auf Pro7 getragen hat.

„Quatsch Comedy Club“ auf Pro7

Nachfolgend haben wir euch einen seiner Auftritte in der WDR-Sendung „Night Wash“ zur Ansicht gestellt.

9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. hmm, schade, muss euch recht geben: der ist leider nicht wirklich witzig. ist der überhaupt waldorfschüler, oder ist das veilleicht nur pr-masche??? ich höre das auf swr nie so richtig. stellt der sich als „waldorfschüler aus wiesloch“ vor? ich hab noch von keiner waldorfschule in wiesloch gehört. vielleicht meint er damit aber auch nur seinen herkunftsort. traurig ist ein bisschen, dass er nur altbackene klischees verbrät. wo sind wirklich neue, bereichernde gags? ok, die völkerball-nr. war mir auch neu und ganz lustig… hoffentlich baut der horst sein talent noch aus!!!

  2. Wenn man nicht aus der Gegend ist, kann man mit dem begriff Wiesloch vielleicht nicht so viel anfangen.. in Wiesloch befindet sich eine Heil- und Pflegeanstalt (eine Irrenanstalt) wenn das allerdings witzig sein soll dann frag ich mich wo der Humor bleibt?!

  3. Hab gerade die neue Folge 10 „Selbst gemacht“ gehört. Schade wie einfallslos. Wenn man darauf anspielt, was man an der Waldorfschule alles selbst macht, fällt einem doch bestimmt witzigeres ein. Ich hab ehrlich gesagt das Gefühl, dass wir hier dafür GEZ zahlen, dass die Üffentlichkeit denkt, Waldorfschüler sind NICHT witzig. Traurig.

  4. Ist der überhaupt Waldofschüler? Beweise es! Spiele Pentatonische Flöte, mach Eurythmie – IRGENDWAS. Und warum sprichst du im Radio immer so, als würdest du gleich einschlafen?

  5. würden die Menschen auf der Welt überhaupt mal etwas mehr Selbstironie an den Tag legen wäre alles etwas besser reflektiert… vor allem im kleinen und so auch evt etwas friedlicher… auch wenn dieser Herr nicht an einer Waldorfschule gewesen sein soll so hat er das Prinzip verstanden und ich kann mir sehr gut vorstellen Rudolf Steiner hätte drüber gelacht- denn worum geht es?¿ wie bei allen Menschen die sich in Gesamtheiten gut auszudrücken wussten , geht es um den Kern deren Aussage- etwas mehr echte Leichtigkeit und weniger steineresker Personenkult würde vielen Waldorfschulen nicht schaden

    • Hm für mich persönlich langweilig zu lesen. Nichts Neues, nichts Originelles. Alte Kritik in alte Witze verbaut. Teils berechtigt, aber im großen und Ganzen langweilig.

      Es bräuchte entweder mehr Provokation, oder einen neuen Witz, oder irgendwas, dass es einmalig macht.

      Die „Witzigste Aussage“ war für mich das einzige, das mich tatsächlich zum Lächeln gebracht hat. Insofern wirklich die Witzigste Aussage, aber… naja. Wenn sowas der Standard wäre und darauf noch Glanzpunkte auftrumpfen könnten… dann könnten wir weiterreden.

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