BIONADE-Plakate sind keine Waldorf-Arbeit

»Bionade. Das offizielle Getränk einer besseren Welt«

»Bionade. Das offizielle Getränk einer besseren Welt«

Durch das Internet kursiert das Gerücht, die aktuellen BIONADE-Plakate seien im Rahmen eines an Waldorfschulen ausgeschriebenen Wettbewerbs entstanden. Uns haben viele Zuschriften erreicht, in denen gefragt wird, welche Waldorfschule denn nun die Gewinnerin und somit Schöpferin der Plakate sei. Dass dabei ein solcher Wettbewerb als Tatsache angenommen wird, zeigt entweder, dass wir Waldorfmenschen sehr leichtgläubig sind oder uns einfach viel Schönes zutrauen; schließlich sind die Plakate wirklich schön und könnten durchaus von Waldorf-Hand komponiert sein. Außerdem ist BIONADE das „offizielle Getränk einer besseren Welt“. Sind wir eigentlich nicht die „offizielle Schule einer besseren Welt“? Ach nee, unser Werbe-Claim ist ja „im Mittelpunkt der Mensch“, oder, wie Kritiker gerne sagen: „im Mittelpunkt der Mensch Rudolf Steiner“.

Zugegeben, hadern wir etwas damit, dieses schöne BIONADE-Gerücht nun aus der Welt zu schaffen. Aber ihr habt uns gefragt. Tatsache ist, dass die Plakate von der Hamburger Werbeagentur Kolle Rebbe stammen.

Dennoch wollen wir es nicht versäumen, auf die geniale Aktion STILLE TATEN von BIONADE hinzuweisen. STILLE TATEN sind anonyme gute Taten von Menschen, die keinerlei Gegenleistung dafür erwarten. Was zurückbleibt, ist lediglich eine anonyme Grußkarte der STILLEN TATEN. Es geht übrigens das Gerücht um, die Initiatoren der Aktion seien Waldorfschüler…

Hier ein Beispiel einer STILLEN TAT:

Und hier seht ihr den „mobilen Leuchtbotschafter“ von BIONADE:

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vielleicht arbeiten Waldorfschüler bei der Agentur? Wirkt schon sehr waldorf…

    P.S.: Wie wäre es mal mit einem „Offiziellen Waldorf-Blog“. Mit mehreren Autoren, ner netten Domain und regelmäßigen Beiträgen?

  2. Was meinst du mit „offiziell“? Den Bund der freien Waldorfschulen kannst du in Sachen moderner PR total vergessen! Ich finde das hier schon einen ganz guten Ansatz, wenn auch inoffiziell.

  3. Mit offiziell meine ich einfach, dass man das dann als „den“ Waldorf-Blog ausgeben könnte. Keine Ahnung ob das gerechtfertigt wäre, es ließe sich aber sicher probieren.

    Dieser Blog geht schon in die Richtung, ist mir jedoch, das muss ich so sagen, zu „Waldorfbazar“-spezifisch. Also er geht zwar auf viele Waldorf-Themen ein, hat aber natürlich den Schwerpunkt „Waldorfbazar“ und ist ja hier auch so eingebunden.
    Bei meiner Idee ginge es mehr um einen allgemeineres Blog.

    Ich könnte mir vorstellen, sowas vorzufinanzieren (später könnte es ggf. über Spenden oder Sponsoren laufen?) und auch designtechnisch auf die Beine zu stellen. Allerdings möchte ich das natürlich ungern alleine machen, und auch nur, wenn ich mir sicher sein kann, dass da Mehrere dahinter stehen.
    Dafür müsste man dann vielleicht über Landesschülerräte etc. gehen, und vielleicht auch immer wieder Schülerzeitungsartikel mit Waldorf-bezug etc. reinnehmen.

    Wichtig wäre also in Erster Linie, mehrere engagierte AutorInnen zu finden!

  4. Es muss einem halt klar sein, dass man mit DEM Waldorfblog große Verantwortung übernehmen würde. Man repräsentiert damit Waldorf. Gerade die Landesschülerräte sind leider so gar nicht nach meinem Geschmack. Ich weiß nicht, warum das immer Leute machen, die so wenig professionell arbeiten. Bei mir an der Schule gab es wirklich super fitte Leute, die hatten nie Lust auf Engagement in solchen Gremien, weil ihnen jeder Prozess in der Waldorf-Community zu langwierig war. Übrigens haben die Landesschülerräte nach meinem Empfinden auch kein demokratisch bestätigtes Mandat. Das sind halt immer ein paar Leute, die sich dazu aus eigenem Entschluss zusammengerauft haben.

    Ich will kein Miesmacher sein, aber wie könnte gewährleistet werden, dass das nur qualifizierte Autoren machen? So tolerant wie wir sind, lassen wir doch wieder jeden mitmachen. Das ist gefährlich! Dieser kleine Kreis von verbitterten Waldorf-Kritikern wartet mit Argusaugen auf jeden negativ interpretierbaren Brocken, der ihm von Waldis vorgeworfen wird. Noch muss er sich uralter Rudolf Steiner Literatur und verfälschter Gewalt-Statistiken bedienen, um uns zu verunglimpfen. Was aber, wenn sich Waldorfschüler wo zentral unbedarft zu Wort melden? Es müsste mindestens eine hochqualifizierte Redaktion geben!

  5. Ja gut, dann reicht vielleicht „EIN“ Waldorf-Blog von mehreren Autoren. Aber natürlich hast du Recht, eine Legitimation wird es nicht geben, sehr gute Beiträge von sehr guten AutorInnen sind nicht gewährleistet. Ich denke aber, dass es durchaus mal auf einen Versuch ankäme, notfalls müsste man halt eine richtige Redaktion (wie du sagst) zusammenstellen, die dann auch neue Redakteure nach einer kleinen „Bewerbung“ oder so, aufnehmen könnte. Ob das dann aber einen Ansturm gäbe??

    Ich glaube weder, davon ausgehen zu müssen, dass wir uns dann als Waldorfschüler nur noch mehr zur „Zielscheibe“ machen würden, noch, dass die Beiträge unbedarft wären. Gerade auf Dinge wie „uralte Rudolf Steiner Literatur“ und „verfälschte Gewalt-Statistiken“ könnten wir uns endlich mal mehr oder weniger öffentlich äußern. Ist das nicht auch was?

  6. Ich denke auch, dass das nicht so negativ aufgenommen würde. Und was die Autoren angeht: Einen Ansturm wird man nicht bekommen, da bin ich (leider) ziemlich sicher. Aber ein paar gute dürften schon zusammenkommen (ich zähle mich da mal zu) – natürlich muss dabei ein Team entstehen, dass auch miteinander kann. Kritik ist klar vorprogrammiert, aber wo nicht? Man muss eben richtig damit umgehen.

    Ich denke, dass ein – mehr oder weniger breit aufgestelltes – Waldorfblog eine gute Idee ist und mit einem vernünftigen Konzept auf jeden Fall erfolgreich und positiv geführt werden kann.

  7. uns wird ja ziehmlich viel zugetraut!!!=) jaja ich kann das sagen, bin selber waldi!!! ich find den beitrag echt gut!!!

  8. Hallo,
    will die Diskussion ja nicht stören, aber zurück zum Thema des Beitrags: ich finde die gesamte Werbung für Bionade reichlich kitschig. Dass man mit dem Kauf einer faden Limo einer besseren Welt angehöre, diese Behauptung ist grosskotziger Ablasshandel. Seht Ihr nicht die Leute, die am Steuer ihres SUV sitzen und Bionade trinken, und glauben, sie würden so etwas Gutes tun?

    Niemand bestreitet, dass Konsumenten durch Kaufentscheidungen viel beeinflussen können. Aber nicht soviel, wie die lächerliche Bionade Werbung behauptet. Mal davon abgesehen, dass das Gebräu nach wenig schmeckt – am allerwenigsten nach den Geschmacksrichtungen, die drauf stehen – und immer noch zu süss ist, – wer eine leckere Limo trinken will, soll Saps Biokola probieren oder selber Limonade aus Limonen und braunem Zucker herstellen, oder meinetwegen die klassische braune Fassbrause auftreiben. Dieser Schmalz kotzt mich an. Das offizielle Getränk einer bessertuenden Welt. Wer’s glaubt, wir selig. Mit freundlichen Grüßen.

  9. Hallo Michel,

    du störst doch nicht, im Gegenteil! Ich kann deine Kritik verstehen. Ich finde die Kampagne und die Wirkung von Bionade unterm Strich jedoch trotzdem positiv – und zwar für Bio allgemein: Das erste Bio-Produkt, das ein cooles Image hat und somit die Massen vielleicht für weitere Bio-Produkte sensibilisiert. Demeter, Alnatura etc. machen bislang einfach nur unterirdisches Marketing für Zielgruppen, die gar nicht mehr überzeugt werden müssen. Soweit meine Meinung dazu.

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